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10 Reiseerlebnisse, die mein Verständnis von Lebendigkeit verändert haben

Ich habe dieses Jahr so viel erlebt wie vermutlich noch nie in meinem Leben. Und immer, wenn mich Leute fragen, was meine liebsten Erfahrungen waren, fällt es mir schwer, das zu beantworten. Jeder Ort, jede Erfahrung hatte etwas so Besonderes an sich. Alle aber einen eins: sie haben mir ein neues Verständnis von Lebendigkeit gegeben. Und genau deswegen habe ich versucht hier eine kleine Aufstellung für meine 10 besten Reiseerlebnisse 2025 zu geben:

Nach Bora Bora fliegen

Bora Bora gilt für viele als die ultimative Traumdestination – und für mich war es wirklich ein Traum, der weit entfernt lag. Irgendwo zwischen Australien und Los Angeles liegt diese kleine Insel mit dem türkisblauesten Wasser, das ich je gesehen habe. Dass ich dort mit Punkten ein Luxushotel buchen und in einem Overwater-Bungalow schlafen konnten, kann ich noch immer kaum glauben. Es ließ mich vor Freude in die Luft hüpfen und hat mir gezeigt, dass in ebendiesen kleinen magischen Momenten absolute Leichtigkeit und Lebendigkeit liegt.

Und auch wenn Bora Bora nicht mein persönliches Highlight der Reise war, gehört es definitiv zu meinen liebsten Erlebnissen des Jahres – einfach, weil ich nie gedacht hätte, dass ich einmal dort sein würde. Es war dieser Moment, in dem ich realisiert habe: Manchmal geschehen Dinge, die man früher für unmöglich gehalten hätte, und sie fühlen sich einfach wie ein Geschenk an.

Fünf Tage im Amazonas, Kolumbien

Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet. Ich hatte sogar ein bisschen Angst und war kurz davor, die Reise abzubrechen. Wir hatten eine private Tour geplant, inklusive Übernachtung in Hängematten im Dschungel – ein Abenteuer, das für mich noch einmal alles andere auf die Probe gestellt hat.

Fünf Tage ohne Empfang, ohne Ablenkung, nur Natur und absolute Stille – das war magisch. Ich habe so viel Energie aus dieser Zeit gezogen, habe mich mit meiner eigenen Komfortzone auseinandergesetzt und gelernt, einfach loszulassen. Und ja, ich habe sogar ein halbwegs gutes Verhältnis zu Spinnen entwickelt – dank all der Vogelspinnen, die wir dort oft gesehen haben. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie viel Freude und Kraft man aus der Natur ziehen kann, wenn man sich wirklich darauf einlässt. Ein Abenteuer, das ich wirklich jederzeit wiederholen würde.

Den Vulkan Acatenango in Guatemala erklimmen

Ich liebe Vulkane, und der Acatenango in Guatemala ist etwas ganz Besonderes. Er liegt direkt neben dem aktiven Vulkan Fuego, bei dem wir beim letzten Besuch sogar Lava fließen sahen. Dieses Mal hatten wir leider kein solches Spektakel, aber das machte die Erfahrung nicht weniger beeindruckend.

Der Sonnenaufgang um sechs Uhr morgens an der Spitze war mit Abstand das Schönste, was ich seit Langem gesehen habe. Und dann kam noch eine Sternschnuppe über den Himmel – ich konnte es kaum fassen und brach dabei in Tränen aus. Offen gesagt ist es schwer zu toppen, so ein magischer Moment.

P.s.: der Aufstieg war nicht ganz einfach, aber doch machbar. Auch hier spreche ich eine gaaaanz große Empfehlung aus, vor allem weil Guatemala einfach ein so so so tolles Land ist.

Meinen 30. Geburtstag in Cartagena feiern

Irgendwann hatte ich die Schnapsidee, meinen 30. Geburtstag in Cartagena zu feiern – und es wurde wirklich unvergesslich. Zusammen mit Leon und sechs Freunden haben wir gefeiert, gelacht und den wohl schönsten Sonnenuntergang der Stadt erlebt.

Im Ausland mit Freunden feiern ist ja schon besonders, aber dann noch in der Stadt, in der ich vor über 10 Jahren einmal gelebt habe – das war einfach richtig wohltuend.

Mit dem Boot von Panama nach Kolumbien segeln

Kurz vor meinem Geburtstag haben wir noch etwas Verrücktes gemacht: auf ein Boot gehen und von Panama nach Kolumbien segeln. Für mich war das ein riesiges Abenteuer, weil ich schnell seekrank werde und ehrlich gesagt keine Ahnung hatte, was auf mich zukommt. Als wir erfuhren, dass ein Sturm auf uns wartet und die Wellen bis zu fünf Meter hoch sein würden, war ich kurz im Alarmmodus.

Trotzdem habe ich mich darauf eingelassen, und es war unglaublich. Dieses Freiheitsgefühl auf dem Wasser, nur Himmel, Meer und das Boot um mich herum – ich habe noch nie so etwas erlebt. Und obwohl wir eigentlich „nichts“ gemacht haben, verging die Zeit wie im Flug.

Eine tunesische Hochzeit erleben

Tunesien hat mich dieses Jahr wirklich überrascht. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Land so authentisch kennenlernen konnte, wie kaum ein anderes. Ein absolutes Highlight war die tunesische Hochzeit, auf der wir eingeladen waren – pure Lebensfreude, Gelassenheit und Verbundenheit, dazu Musik, Tanz und diese unbeschreibliche Energie, die einfach alles besonders macht.

Dazu kommt, dass wir das ganze Hochzeitswochenende in einer wunderschönen Villa direkt am Strand verbracht haben, sodass die Zeit noch wertvoller und intensiver wurde.. Morgens aufzustehen und direkt ins Meer zu springen – so etwas ist für mich immer wieder ein kleines, großes Privileg.

Kangaroo Island in Australien entdecken

Ich habe mich in Australien verliebt – und zwar richtig. Kangaroo Island war dabei eines meiner absoluten Highlights. Bis drei Tage vor meiner Anreise wusste ich noch nicht einmal, dass die Insel existiert – und dass sie einige der schönsten Strände ganz Australiens hat, war mir ebenfalls nicht bewusst, bis ich selbst dort war.

Ich kann kaum in Worte fassen, wie vielfältig und wunderschön diese Insel ist. Überall Seelöwen, Kängurus, die am Abend durch die Landschaft hoppeln, und Natur, die sich von ihrer allerbesten Seite zeigt. Für mich war das einfach unbeschreiblich schön – ein Erlebnis, das ich unbedingt weitergeben möchte. Auch wenn Kangaroo Island für erfahrene Australien-Reisende vielleicht kein Geheimtipp mehr ist, für mich war es ein echter Volltreffer.

Shakira Konzert in Mexíko

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe spanischsprachige Musik. Shakira liebe ich schon seit ich 12 war und das erste Mal in Südamerika war. Für mich ist sie ein Lebensgefühl, eine absolute Ikone – und daher war klar: Ich will bei ihrer neuen Tour dabei sein. Da sie nur in Amerika und Südamerika Konzerte gab, fiel die Wahl schließlich auf Mexiko, genauer gesagt Monterrey.

Monterrey selbst war vielleicht nicht mein Lieblingsort (wenn auch cute), aber das Konzert hat das locker wettgemacht – abgesehen von der etwas merkwürdigen Akustik. Allein die Tatsache, in einem riesigen Stadion in Südamerika zu stehen, zu tanzen, zu singen und diese Energie zu spüren, war unglaublich. So etwas würde ich jederzeit wieder machen – ein richtig besonderes Erlebnis, das ich nie vergessen werde.

In einem Kindergarten in Ecuador arbeiten

Mit 12 Jahren war ich das erste Mal in Ecuador – und auch das erste Mal in dem Kindergarten, den meine Tante vor langer Zeit gegründet hat. Mit 18 arbeitete ich dort ein paar Wochen, und dieses Jahr kehrte ich wieder zurück. Als meine Tante mir vorschlug, noch einmal dort zu helfen, war ich zuerst überrascht – aber schnell wusste ich: Das ist genau das Richtige. Endlich konnte ich wieder richtig Spanisch sprechen und wirklich mit den Kindern interagieren.

Diese Tage gehörten zu den wertvollsten meiner ganzen Reise. Die Liebe, die Zuneigung, die man dort bekommt, kann man kaum in Worte fassen. Ich habe so stark gespürt, wie unsere Anwesenheit den Kindern jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Und das war schon so viel wert. Ihnen den Tag ein kleines Stück zu versüßen, mit ihnen zu spielen, ihnen etwas beizubringen oder einfach präsent zu sein – das hat mir unglaublich viel gegeben und mich tief berührt.

6 Tage auf Moorea verbringen (mit Haien schnorcheln!!)

Als letztes Highlight muss ich noch einmal Französisch-Polynesien erwähnen – und zwar Moorea. Wenn Bora Bora schon verrückt schön war, dann ist Moorea noch einmal eine ganze Spur beeindruckender. Ich habe einen Stachelrochen geküsst, bin mit Haien getaucht, habe geschnorchelt, mindestens 40 Schildkröten gesehen und unzählige andere Unterwassertiere. Ich habe mich so Zen gefühlt wie lange nicht mehr und richtig gespürt, was es heißt, mit der Natur im Einklang zu leben.

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie besonders Moorea ist. Die Insel, die Landschaft, das Wasser – alles strahlt eine unglaubliche Ruhe und Schönheit aus. Und die Menschen dort, ihre Spiritualität, ihre Lebensweise – das alles ist einfach inspirierend. Moorea ist für mich zur absoluten Lieblingsinsel geworden. Ein Ort, den meiner Meinung nach wirklich jeder einmal in seinem Leben sehen sollte (ja, sogar noch vor Bora Bora!).

Was bleibt

Ich würde gerne noch so viel mehr als nur meine 10 besten Reiseerlebnisse 2025 aufzählen: die gemeinsame Zeit mit meinem Bruder und seiner Freundin in Mexiko City, die Stunden mit meiner Familie in Ecuador, der Besuch in Sydney, mein Yoga-Teacher-Training in Thailand oder die zwei Wochen am Lake Atitlán in Guatemala. Die Liste ist endlos, und ehrlich gesagt bin ich fast ein wenig überfordert, wenn ich daran denke, wie viel ich in diesem Jahr erleben durfte.

Aber was bei alledem wirklich bleibt, sind für mich Erfahrungen, die verbinden. Die weit über die Orte hinausgehen, an denen ich war. Es ist dieses Gefühl, wirklich zu leben: aus der Komfortzone herauszutreten, die Welt mit offenen Augen zu entdecken, tiefe Verbindungen zu Menschen und zur Natur zu spüren und Momente zu erleben, die so intensiv sind, dass sie für immer bleiben. Es sind genau diese einmaligen Erlebnisse, die mich staunen lassen, die mich dankbar machen und mir zeigen, wie viel Reichtum in Präsenz, Mut und echter Begegnung liegt. Jedes Abenteuer, jede Begegnung, jede kleine Überraschung hat mich ein Stück mehr mit mir selbst, mit anderen und mit der Welt verbunden – und genau das macht sie für mich unvergesslich.

Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir noch einmal klar, wie verrückt alles war, was ich erleben durfte – und wie unfassbar dankbar ich dafür bin. Es ist ein so großes Privileg und so viel schöner, als ich es mir jemals hätte ausmalen können.

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Autorin
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Lena Goller

Lena ist Autorin, Reisebegleiterin sowie Begründerin von UNPACKED. Sie schreibt über Reisen als inneren Prozess, über Übergänge, Identität und die Frage, wie wir leben wollen. Ihre Texte verbinden persönliche Erfahrungen aus der ganzen Welt mit ihrer beruflichen Erfahrung im Tourismus. Sie sind persönlich, reflektiert und ehrlich.
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